Bentwisch (und ganz Mecklenburg-Vorpommern) im Jahre 1953 von oben!
Faszinierend! Mit etwas Geduld und Zeit können Sie sich hier ein Bild davon machen, wie es bei uns kurz nach dem Krieg aussah - vor fünfundsechzig Jahren. Einfach Ortsnamen eingeben.
Außerdem kann man dort die Liegenschaftsgrenzen abrufen.

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Am 26. Mai des nächsten Jahres finden in Bentwisch wieder Wahlen für die Gemeindevertretung statt.


Die Wählervereinigung BÜRGER FÜR BENTWISCH gibt es seit Anfang 2003. Seit dieser Zeit haben wir Sitz und Stimme in unserem Gemeindeparlament und seitdem trägt Bentwisch auch unsere Handschrift. Wir waren und sind nicht nur Initiatoren, sondern oft genug dringend notwendiges Korrektiv. Und Mitglied in der Gemeindevertretung zu sein bedeutet Wissen – Wissen für Sie! Wir sind nur ein kleines Häuflein und das droht wegen des Alters und der Gesundheit einiger treuer Mitglieder abzuschmelzen. Will sagen: Wir brauchen frisches Blut. Was nicht heißen soll, dass nicht auch ältere Bürgerinnen und Bürger bei uns gern gesehen sind. Letztere verfügen neben ihrer Lebenserfahrung oft über mehr notwendige Zeit. Sehr schön wäre es, wenn auch Bürgerinnen und Bürger aus den neu hinzu gekommenen Ortsteilen bei uns mitmachen würden. Vielleicht denken Sie mal darüber nach. Gut und Geld gibt’s bei uns nicht zu holen. Dafür die Gewissheit, etwas Gutes für die Allgemeinheit tun zu können.

Wenn Sie Interesse haben, zu uns zu kommen: Sprechen Sie uns an. Oder schreiben Sie mir: cjzielke@googlemail.com.

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Sonntag, 25. Juni 2017

Da kommt was auf uns zu!


Im Mai erfolgte der erste Spatenstich für den Bau der Konverter-
anlage auf dem Gelände des 50Hertz-Umspannwerks in
Neu Harmstorf. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2018 geplant. Dann wird es wohl losgehen mit dem Neubau der Straße vom Klein Bartelsdorfer Weg bis nach Neu Roggentin – zumindest erst mal auf Bentwischer Gebiet bis zur Gemarkungsgrenze.
Weil mich interessierte, wie die Brodersdorfer Seite die ganze Sache sieht, habe ich mich am Mittwoch, dem 21. Juni mal zur Sprechstunde des dortigen Bürgermeisters Lange aufgemacht. Den traf ich nicht an. Dafür aber seinen 2. Stellvertreter Wolfgang Harms. Der wusste auch Bescheid:
Vor 2020 wird es bei denen nichts, denn vorher sind keine Fördergelder zu erwarten.
Die Straße wird zweispurig ausgebaut. In der Breite wird man sich an Bentwisch orientieren. Einen separaten Radweg soll es auch geben.
Zum Verlauf auf Neu Roggentiner Seite werden drei Varianten diskutiert:
1. westliche Umfahrung von Neuendorf und Anschluss an die Straße Am Handelshof
2. Umfahrung von Neuendorf im Osten quer über den Acker und Anschluss über die Mecklenburger Straße an die B110
3. Durchfahrt durch Neuendorf wie gehabt – was aber wohl kaum in Frage kommt, weil man das den Anwohnern nicht zumuten kann(!).
Herrn Harms sind die Straße und die auf ihr herrschenden Verhältnisse aufgrund seiner früheren Tätigkeit vertraut.
Es sagt, es sei mit steigendem Verkehrsaufkommen zu rechnen.

Das kann man wohl sagen.
Eine direkte, breite, zweispurige Verbindung zwischen Neu Roggentin bzw. der B110 und der Stralsunder Straße! Das wird sich schnell rumsprechen. Kein Radfahrer, auf den man Rücksicht nehmen muss, kein Sturzacker mehr der ausbremst!
Auf dem Weg in den Urlaub auf der A19 und Stau auf der B105 in Richtung Osten? – schnell auf die B110 und dann links ab über die Meckenburger Straße nach Bentwisch ein paar Meter gut machen. Mit Navi kein Problem!
Die Folge: Nicht nur mehr Verkehr im Klein Bartelsdorfer Weg sondern auch Im Wiesengrund und in der Stralsunder Straße.

Was sind die Prioritäten in unserer Gemeinde?
Wir sind reich und werden immer reicher. Wir wachsen, erschließen neue Gewerbe- und Wohngebiete. Wir haben ein schönes Börgerhus und was nicht alles.
Da ist wohl was aus dem Blickfeld geraten: Die Wohn- und Lebensbedingungen der Bürger, z. B. derer, die in Klein Bartelsdorf, im Klein Bartelsdorfer Weg, Im Wiesengrund und in der Stralsunder Straße wohnen. Ihr Schutz vor Verkehrslärm und Autoabgasen, vor all den Belästigungen und Gefährdungen, die der Straßenverkehr mit sich bringt.
Wo ist die Abwägung dieser Belastungen mit einem Nutzen der Straße (konkret, ohne Phrasen wie „Straßen sind die Lebensadern der Wirtschaft“ oder „Fortschritt“ oder „Straßen verbinden“)?
Und nicht zu vergessen: Nicht nur der Bau verschlingt Hunderttausende. Straßen wollen unterhalten werden und gehen auch mal kaputt.

Übrigens wird uns mit dem Bau unseres neuen Gewerbegebietes in Bentwisch  und der geplanten Erweiterung des Industriestandortes Poppendorf eine erhebliche Erhöhung des Verkehrs vorausgesagt (siehe Beitrag vom 18. Mai 2017). Der kommt dann noch mal oben drauf.

Alles Geunke? Rede ich schon wieder alles schlecht, wie mir ein anonymer Kommentator am 18. Mai vorwarf?
Mitte der 90iger Jahre wurde der Feldweg zwischen Neuendorf und Klein Bartelsdorf asphaltiert. Wer hätte damals geahnt, was da heute los ist?

Jan Zielke

Kommentare:

  1. Zu Beitrag

    Nach der Wende kämpften wir für eine Umgehungsstraße. Diese wurde auch gebaut.
    Mit der Planung einer neuen zweispurigen Straße von Neuendorf nach Betwisch, die es in solchem Umfang noch nicht gab
    (Neubau), kommt jetzt der Verkehr mit Macht zurück, quasie durch die Hintertür.
    Ich denke, der Gemeinderat Bentwisch ist nicht Willens die Interessen der Bürger wahrzunehmen
    (Seit Jahren wird eine Verkehrsberuhigung auf dieser Strecke angemahnt, Lkw Verbot, Geschwindigkeit, Lärm, Abgase).
    Bei diesem neuen Projekt geht es nur um die Interessen der Lobby. Erste Kontakte mit Neuendorf gab es schon vor 1 1/2 Jahren
    ( OZ vom 05.02.2016 ). Hier wurde intern Hilfe beim Ausbau der jetzigen Straße angeboten.
    Die meisten Altbentwischer vertreten den gleichen Standpunkt.

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  2. Ausbau der Straße

    Wer braucht diese zweispurige Straße wirklich? Keinesfalls die betroffenen Anwohner!
    In der heutigen hektischen Zeit dient sie lediglich der Einsparung von wenigen Minuten.
    Hier werden Steuergelder bzw. Fördermittel sinnlos verschwendet, die an anderer Stelle
    dringend benötigt werden. Die Verantwortlichen sollten auch mal über den Tellerrand
    schauen und nicht nur an sich selbst denken.

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