Dass wir erneuerbare Energien brauchen und unser Stromnetz gestärkt werden muss, bezweifle ich nicht. Ob die 250 000 m³ Bodenaushub aus Neu Harmstorf für die Erweiterung der Stromrichterstation über unser Straßennetz befördert werden müssen kann ich nicht beurteilen. Ich hätte es mir anders gewünscht.
Dass danach der Gedanke aufkommen kann, den ramponierten Klein Bartelsdorfer Weg auszubauen, ist nachvollziehbar.
Aber: Was werden wir damit erreichen? Wem wird es nützen?
Während die Beschlussvorlage den zukünftigen Verlauf der Straße um Neuendorf herum offen lässt (kein Wort zur Verbindung zur B110!) ist auf Bentwischer Seite alles klar: zweispurig mit separatem Radweg drauf auf die Stralsunder Straße!
Der Durchgangsverkehr über den Klein Bartelsdorfer Weg trägt bereits jetzt sein Teil zum Aufkommen auf unserer Innerortsstraße bei. An Stau in Spitzenzeiten und zur Reisezeit auf den knapp 1000 Metern hat man sich fast schon gewöhnt. Und Stau dürfte auch in Zukunft eine Konstante bleiben auf der Stralsunder Straße – auch dank der Schrankenanlagen im Klein Bartelsdorfer Weg und beim Börgerhus. Ich habe mich kundig gemacht. Die schließen wochentags mindestens 80 mal innerhalb von 24 Stunden, mal etwas länger oder auch kürzer – je nachdem, deutlich gehäuft am Tage. Für alles, was sich auf dem Gleis bewegt - Personen- und Güterzüge und einzelne Loks.
Die Stralsunder Straße droht zum Flaschenhals zu werden.
Noch ein kurzer Blick über den Tellerrand hinaus: Die Beschlussvorlage weist mehrere anzuzapfende Fördertöpfe aus.
Für unsinnige Projekte vergebenes Geld fehlt an anderer Stelle!
Jan Zielke
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